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Ernährung

5 Protein Mythen, die du noch nicht kennst

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Lügen, Mythen, hitzige Diskussionen überall wo man hinschaut. Man könnte fast denken, man sei mitten in einer politischen Debatte. Es ist aber nur eine der gängigen Diskussionen über Proteine in einem normalen Fitnessstudio.

Dabei ist Protein ein einfacher Nährstoff. Die Aminosäuren, welche im Nahrungsprotein enthalten sind, sind die Grundbausteine des Körpers, um neue Muskulatur bilden zu können. Wenn du zu wenig davon zu dir nimmst, wachsen deine Muskeln nicht. So einfach ist das.

Deswegen spielt Protein eine so wichtige Rolle in unserem Sport und das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum es so Protein Mythen und Lügen über diesen Nährstoff gibt. Ob es darum geht, wie viel Protein man benötigt, wie viel der Körper auf einmal verdauen kann oder welche Form des Proteins am besten ist - es bestehen Tausende von Meinungen dazu.

In diesem Beitrag möchte ich die fünf größten Missverständnisse und Protein Mythen klären und dir als Leser ein richtiges Verständnis über diesen wichtigen Nährstoff geben.

Die größten Protein Mythen

©Original by Emw - Eigenes Werk - Chemische Struktur eines Proteins

#1:Die Proteinzufuhr sollte immer gleich bleiben

Eine der größten Protein Mythen. Man brauche immer die gleiche Menge an Protein pro Tag. Deswegen halten sich viele Bodybuilder und Fitnesssportler an die gleiche Menge an Protein am Tag. Natürlich lässt sich das so praktizieren und zusammen mit der richtigen Menge an Kohlenhydraten und Fetten lässt sich der nötige Bedarf an Kalorien decken.

Fakt ist aber, dass man nicht jeden Tag exakt das Gleiche isst und dass selbst in der besten Diät die Zahlen von Tag zu Tag leicht schwanken. Und das ist auch gar nicht schlimm. Denn mit Variation kannst du deinen Körper schocken und so extra Erfolge rausholen.

Nimm’ dir vor, alle 7-10 Tage für 1-2 Tage 200-400g Protein (je nachdem wie viel du wiegst) zu dir zu nehmen. Idealerweise tust du dies an Trainingstagen. Dann kannst du durch den Überschuss an Aminosäuren im Blut zeitweise eine erhöhte Proteinsynthese auslösen.

Der selben Menge an täglichem Protein treu zu bleiben, ist okay und kann funktionieren. Aber die Zufuhr alle 7-10 Tage einmal stark nach oben zu fahren, kann positive Auswirkungen auf die Proteinsynthese haben. Allerdings funktioniert dies natürlich auch nur in Cyclen und nicht, wenn man dauerhaft die Proteinzufuhr so hoch hält.

#2: Es kann nur eine bestimmte Menge an Protein pro Mahlzeit verdaut werden

Diesen Punkt habe ich bereits in den 10 größten Mythen über Fitness und Ernährung angesprochen, ist aber auch eine der Protein Mythen. Ich muss ihn aber hier noch einmal mit aufführen. Wenn wir einmal ganz logisch darüber nachdenken: Der tägliche Bedarf an Protein errechnet sich durch dein Gewicht, Geschlecht und die Härte deines Trainings.

Je mehr du wiegst, desto mehr Protein benötigst du. Je härter du trainierst, desto mehr benötigst du. Deswegen: Je mehr du benötigst, desto mehr kannst du auch verdauen, absorbieren und in deine Muskulaur eingliedern.

Jemand, der 90kg wiegt wird sicher mehr Protein aufnehmen können als jemand, der 70kg wiegt. Dass die Zeitpunkte der Aufnahme von Proteinen und die Häufigkeit der Mahlzeiten keinen Einfluss auf die Verwertung haben, wurde auch in dieser Studie nachgewiesen.

Damit ist einer der Protein Mythen schon mal ganz einfach widerlegt.

#3: Je mehr Protein man zuführt, desto mehr wächst man

Wenn man 300g Protein täglich isst, können die Effekte für den Muskelaufbau doch nur besser sein als wenn man nur 150g isst, oder? Falsch. Denn während es kein Limit von 30g für die Proteinzufuhr pro Mahlzeit gibt, so gibt es doch ein Limit bzw. einen Bedarf für jeden Menschen.

Wenn dieser Bedarf, welcher sich aus dem Geschlecht, dem Gewicht und der Härte und Häufigkeit des Trainings ergibt, gedeckt wird, erzielt man maximale Erfolge. Wenn er überschritten wird, werden die Erfolge dadurch nicht noch besser. Der Körper hat keine Verwendung für die Extra-Menge an Proteinen und wird diese ohne Verwendung wieder ausscheiden.

Natürlich kann man auf Nummer sicher gehen und seinen Proteinbedarf dauerhaft leicht überschreiten, um immer die Garantie zu haben, das der Körper das nötige Protein bekommt. Jedoch ist der Proteinbedarf der meisten Sportler sehr viel geringer als sie glauben und eine dauerhafte “Überdosis” für den Körper nicht gesund.

#4: Proteinpulver ist besser als Protein aus Nahrungsmitteln

Proteinpulver werden so hergestellt, dass der Körper sie leicht verdauen und die enthaltenen Aminosäuren optimal für den Muskelaufbau verwenden kann. Trotzdem entstehen sie in chemischer Herstellung und sind ein Nahrungsergänzungsmittel.

Jedem sollte klar sein, dass nichts für den Körper besser ist als eine auf natürlichen, unverarbeiteten bestes_Protein_-_gut_und_günstig_einkaufen_-_Fitness-Einkauf_-_KARL-ESS_COM_-_YouTube 3Lebensmitteln basierende Ernährung - auch in Sachen Muskelwachstum. die Variation an Aminosäuren, welche durch die Aufnahme von verschiedenen, natürlichen Proteinquellen besteht, sorgt für eine optimale Versorgung des Körpers mit dem nötigen Aminosäure-Profil.

Proteinpulver enthalten dagegen meist eine sehr ähnliche Aminosäurenbilanz, welche natürlich außerdem auf chemischer Herstellung basiert.

Für maximale Erfolge beim Muskelwachstum solltest du dich an eine große Vielfalt an proteinreichen Nahrungsmitteln halten, um dem Körper das vollständige Aminosäureprofil zur Verfügung zu stellen.

#5: Man braucht 2g Protein pro Kilogramm Körpergewicht

Zählt das wirklich zu den Protein Mythen? Ich meine ja! Denn auch wenn die Angabe von 2g Protein pro Kilogramm Körpergewicht oft empfohlen wird und häufig auch zu guten Ergebnissen führt, sollte man es nicht in Stein gemeißelt sehen. Wie mit allen verallgemeinerten Angaben ist auch beim Protein 2g pro Kilogramm Körpergewicht nicht für jeden gültig.

Es gibt Personen, welche mit einer Zufuhr von 1-1,5g Protein pro Kilogramm maximale Erfolge erzielen und dafür ihre Kohlenhydratzufuhr erhöhen. Andere erzielen sogar mit mehr als 2g ihre besten Erfolge. Man muss verstehen, dass wir alle Individuen sind, die alle einen individuellen Bedarf haben.

Ein Anfänger, der noch nicht so hart trainiert, wie jemand, der seit Jahren trainiert, wird einen geringeren Bedarf haben als dieser. Das liegt nicht nur an dem unterschiedlichen Körpergewicht, sondern auch an der Härte des Trainings der beiden. Genau so hat ein Hardgainer in der Regel einen höheren Bedarf als jemand, dem es leichter fällt, zuzunehmen und Muskeln aufzubauen.

Der Schlüssel zum Ziel ist hier auf jeden Fall Ausprobieren. Und das über Jahre. Du wirst deinen persönlichen Proteinbedarf nicht sofort herausfinden. Nimm dir dabei Zeit und beobachte neben deinen Zuwächsen auch dein Wohlbefinden.

Protein Mythen gelöst

Eine der fünf Protein Mythen hast du sicher vorher auch geglaubt oder zumindest nicht ganz ausgeschlossen, bzw. dich von ihr verwirren lassen. Und das ist okay, du musst es nicht mal zugeben. Bei mir war es nicht anders damals. Ich habe mir auch jahrelang zu viel Proteine reingehauen, bevor ich erkannt habe, dass mein Körper viel besser mit einer besonders hohen Kohlenhydratzufuhr funktioniert.

Kennst du noch weitere Protein Mythen, die viel zu viele Leute verwirren? Oder andere Mythen, die sich in diesem Sport breit machen? Nenne sie mir und ich kann gerne weitere Artikel darüber verfassen!

Außerdem für dich vielleicht interessant: Schreibe einen Gastartikel auf Karl-Ess.com!

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